Mata Kay Und sie schweben doch! Sensationelles Filmdokument der Levitation eines Stammes-Magiers in Afrika in: Esotera 26/1975:876-879 |
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[876] Berichte über
unerklärliche Schwebezustände von Menschen, die sich in religiöser
Verzückung oder Trance in die Luft erhoben, reichen von biblischen Zeiten
bis in die Gegenwart. Doch trotz Fotografien, die davon existieren, gehört
die Levitalion zu den "unglaublichsten" paranormalen Phänomenen.
Erstmals in der Geschichte der Parapsychologie ist es nun gelungen, diesen
Vorgang mit der Filmkamera zu dokumentieren.
Das Phänomen der
Levitaton gehört zu den rätselvollsten, gleichzeitig aber auch
umstrittensten Erscheinungen im Bereich der Parapsychologie. Unter Levitation
versteht man das freie Schweben des menschlichen Körpers in einem Zustand völliger
Schwerelosigkeit; während er sich langsam vom Boden löst und durch den
Raum gleitet, scheinen die uns bekannten Gesetze der Gravitation aufgehoben zu
sein.
(wz) Levitation und Ausserkörperlichkeit bzw. OOBE sind insofern verwandte Phänomene, als sie die Erfahrungsgewissheit des schwerelosen Schwebens vermitteln. Bei der Levitation wird die subjektive Empfindung einer Loslösung des Erdkontaktes des physisch-materiellen Körpers mittels Beobachtung sozusagen objektiviert. Dies geschieht normalerweise durch andere Menschen und nicht mittels physikalischer' Mittel wie Waagen oder Filmaufnahmen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass eine solche Objektivierung stets an einer Stelle durchgeführt wird, wo es grundsätzlich darum ginge, die persönliche Erfahrungsgewissheit als Entscheidungskriterium einzuführen und zu akzeptieren. Dies würde allerdings einen Paradigmenwechsel erfordern, denn gerade bei der Levitation - und der Ausserkörperlichkeit - gibt es keine Wiederholbarkeit ohne Einbezug des sozialen Umfeldes. Und dieses Umfeld ist nicht ein naturwissenschaftliches, sondern ein spirituelles'. Ein Schamane geht nicht in einem Physiklabor auf die Jenseitsreise, um eine verlorene Seele zurückzuholen - und er wäre dazu auch kaum in der Lage, denn das Umfeld (im weitesten Sinne des Wortes, also auch das soziale und das psychische) passt nicht. Dies wird von der Parapsychologie bei all jenen Versuchen schlicht übersehen, welche z.B. den ausserkörperlichen Zustand beweisen wollen (z.B. Charles T. Tart) - oder eben die Levitation.
Es gibt durchaus genügend Hinweise auf die Levitation - und es gibt die Erfahrungsgewissheit der Ausserkörperlichkeit. Aber das genügt nicht, denn die eindimensionale Weltsicht, die statistisch vorgeht und mit allen Mitteln Objektivierung anstrebt, muss andauernd versuchen, das subjektive Moment definitiv auszumerzen.
Die Bibel enthält viele zum Teil ausführliche
Beschreibungen darüber. Zu den bekanntesten Überlieferungen gehört
jene, wonach Jesus auf dem Wasser wandelte (Matth. 14, 24-33).
Zeitgenössische
Berichte früherer Jahrhunderte sprechen immer wieder über die Fähigkeit
von Heiligen, ihren Körper in einen Zustand vollkommener Schwerelosigkeit
versetzen zu können, eine Gabe, die man besonders unter christlichen
Mystikern antrifft. Man sagte sie dem heiligen Thomas von Aquino nach und der
stigmatisierten Nonne Anna Katharina Emmerich, die in Dülmen
(Westf.) lebte und deren Visionen Clemens Brentano
literarisch gestaltet hat. Auch der heilige Franz von Assisi habe sich im
Zustand höchster religiöser Versenkung schwerelos in die Lüfte
erhoben, und manche berichten, ihn schwebend über dem Berg Alvaro gesehen
zu haben. Aus neuerer Zeit ist ähnliches von Pater Pio (
1968) bekanntgeworden.
(wz) Bei Menschen, die jemanden levitieren sehen, könnte es sich schlicht und einfach darum handeln, dass ihre Sichtweise sich geringfügigst sozusagen verschoben hat aufgrund der Ausstrahlung eines ausserordentlichen Wesens wie eben Padre Pio oder eines Zauberers wie Don Juan. Dies lässt sich mit physikalischen Mitteln natürlich nicht belegen. Aber das ist auch nicht notwendig, denn es werden ja "bloss" die Grenzen der gewohnten Wirklichkeitsvorstellungen aufgelöst. Multidimensionalität wird sichtbar und erkennbar. Eigentlich sollte das genügen - aber gerade dies ist mit den herkömmlichen Mitteln eben nicht begreifbar und überfordert jede Art von gewohnter Normalität. Deshalb wird krampfhaft versucht, Unbekanntes auf Bekanntes zurückzuführen. Dies wirkt zumindest beruhigend und erfordert keine weiteren Anstrengungen - notfalls vergammelt eben auch Filmmaterial in irgend einem Archiv irgendwo auf dieser Welt.
Wer jedoch aus den bisher angeführten
Beispielen den Schluß zöge, die geheimnisvolle Gabe der Levitation
sei an die christliche Religion gebunden, sei an Beschreibungen erinnert, in
denen über die gleiche Fähigkeit auch bei indischen Brahmanen zu lesen
ist. Skeptiker erklären solche Erscheinungen gerne ganz einfach mit
Suggestion und verweisen darauf, daß authentische Fotografien nicht
existieren. Das jedoch ist ein Irrtum.
Tatsache ist zunächst, daß
das Phänomen der Levitation verhältnisniäßig selten
beobachtet wird. Dr. Erik Igenbergs, der sich eingehend damit befaßt hat,
sagt dazu, daß "die Ausübung der Levitation eine besonders
anstrengende physische und geistige Vorbereitung verlangt, und man kennt auch im
Fernen Osten nur wenige Menschen, die die Levitation frei ausüben können."
In seinem Buch "Transzendenz und menschliche Energie" (Akademischer
Verlag Dr. Peter Belej, München) ist Igenbergs um die Annäherung
an eine Erklärung dieses Mysteriums bemüht und [877]
schreibt: "So werden jetzt bei den Versuchen mit Raumfahrern auch
Experimente mit der Schwerelosigkeit gemacht. ln der Kosmonautenkapsel sind
sowohl Menschen als auch Gegenstände schwerelos und schweben in der Luft.
Es werden Bedingungen und Begleitumstände, auch Auswirkungen der
Schwerelosigkeit studiert. Diese Forschungen werden uns auch das transzendentale
Phänomen Levitation erklären helfen."
(wz) Erstaunlich ist es schon, dass die Raumfahrt "das transzendentale Phänomen Levitation erklären helfen soll". Aber vielleicht sind die ausserkörperlichen Erfahrungen doch viel zu naheliegend, um ernsthaft berücksichtigt werden zu können. Oder?
Eines der bekanntesten Fotos aus dem Bereich der
Levitation ist sicherlich eine Aufnahme, die während einer Massenséance
im Jahre 1938 mit etwa 300 Teilnehmern im Rochester Square Temple in Nord-London
gemacht wurde. Auf diesem Bild sieht man das in Volltrance befindliche Medium
Collin Evans etwa ein Meter hoch in der Luft schweben. In dem Buch "Experimente
als Brücke zum Übersinnlichen" von Heinz Hofmann (Hermann
Bauer Verlag, Freiburg) liest man hierzu, daß die Teilnehmer ein
fluidales Kraftfeld gebildet hatten, mit dem das Medium durch ein Teleplasmaband
in Verbindung stand.
Der um solche Forschungen sehr bemühte Lord
Adare aus London war gemeinsam mit mehreren anderen angesehenen Persönlichkeiten
seinerzeit Zeuge einer der dramatischsten Sitzungen mit dem Medium D. D. Home,
die damals großes Aufsehen erregt hatte und worüber in der Öffentlichkeit
viele Monate lang heftig diskutiert wurde. Home war eines der bekanntesten
Medien des vergangenen Jahrhunderts. Mit einer Fülle überraschender
Experimente hatte er selbst den deutschen Kaiser, Napoleon III. und den
russischen Zaren fasziniert. Die bemerkenswerte Sitzung fand am 16. Dezember
1868 im Palast des Lord Adare am Buckingham Gate 5 in London statt. Aus dem hierüber
durch den Hausherrn angefertigten Sitzungsbericht schreibt Werner Keller in
seinem Buch "Was gestern noch als Wunder galt" (Droemer
Knaur Verlag): "Dabei erhob er (Home) sich vom Boden, bewegte sich
auf die Wand zu und verschwand. Alle hielten den Atem an, denn das Gemach befand
sich drei Stockwerke hoch über der Straße." Alle hörten, "wie
im Ne- [878] benzimmer das Schiebefenster hochklappte",
und Augenblicke später nur tauchte Home "draußen vor dem Fenster
unseres Raumes frei in der Luft schwebend auf. Er verharrte einige Sekunden in
dieser Lage, schob dann das Fenster hoch, glitt - die Füße voran -
zurück ins Zimmer und sank in einen Sessel." Adare stellte eine Frage,
da wiederholte Home - noch immer in Trance - im Nebenraum das unheimliche
Experiment: Mit dem Kopf zuerst schwebte er in horizontaler Lage und steif zum
Fenster hinaus und kehrte - die Füße vorweg - wieder zurück. "Es
war so stockdunkel", vermerkte Adare, "daß ich nicht erkennen
konnte, auf welche Weise er sich selbst etwa stützte." Als Home wieder
zu sich kam, war er äußerst erregt und erschöpft und äußerte,
"er habe das Gefühl, in entsetzlicher Gefahr gewesen zu sein".
Zum
ersten Male in der Geschichte der Parapsychologie ist es jetzt gelungen, während
einer religiösen Zeremonie bei einem Eingeborenenstamm in Obervolta
(Afrika) eine Levitation in allen Einzelheiten zu filmen. Diese eindrucksvolle
Szene ist Teil eines Films mit dem Titel "Reise ins Jenseits", der ab
Ende Oktober in den deutschen Lichtspielhäusern zu sehen sein wird. Der
Film ist mit einem Kostenaufwand von 1,4 Millionen Mark (ohne jegliche
staatliche Subvention) von der Tele-Contact, München, hergestellt worden.
In mehr als einjähriger mühevoller und mitunter auch gefahrvoller
Arbeit in teils entlegenen Gegenden der Welt konnten einzigartige Phänomene
festgehalten werden, deren Einmaligkeit selbst den in Erstaunen setzen wird, der
mit der Materie vertraut ist. Initiator dieses ungewöhnlichen Films ist der
Münchener Filmproduzerit Rolf Olsen, der für dieses bemerkenswerte
Werk bereits vor der offiziellen Welturaufführung, die am 28. Oktober in
London stattfinden wird, mehrere Auszeichnungen entgegennehmen konnte.
Alljährlich
wird von einem Fachgremium ein nach dem berühmten Genueser Forscher Ernesto
Bozzano benannter Preis für die beste filmische Dokumentation auf dem
Gebiet des Paranorrnalen sowie für Verdienste um die Förderung der
internationalen Forschung verliehen. Über die diesjährige, siebente
Vergabe entschied eine aus den Professoren Dr. Wilhelm Tenhaeff, Utrecht, Dr.
Carlo Sirtori, Florenz, und Padre Gonzales Quevedo, Sao Paulo, Beratern und
Fachjournalisten aus Italien, USA und Skandinavien bestehende Jury unter Vorsitz
von Conte Galateri di Genola. Der erste Preis wurde einstimmig dem
Kino-Dokumentarfilm der Münchener Produktionsgesellschaft Zuerkannt. Im
Rahmen einer repräsenttiven Veranstaltung während des VII.
Weltkongresses für Parapsychologie Ende Juni in Genua nahm Produzent Rolf
Olsen den "Premio Bozzano in Gold" aus der Hand des Kongreßleiters
Graf di Genola entgegen. Am Vorabend war eine 75 Minuten lange Kongreß-Kurzfassung
des abendfüllenden Films erstmals öffentlich vorgeführt worden
(s. auch den Bericht in Esotera 8/75, Seite 683). Außerdem
wird Olsen "in Anerkennung dieser einmaligen filmischen Dokumentation"
während des XIII. OARCA-Kongresses in München (18.-20.10.)
mit Ehrenpreis und -mitgliedschaft der Freien Akademie OARCA geehrt werden. Die
von Olsens Team bei einem Eingeborenenstamm in Obervolta gefilmte Levitation
[879] ist Teil eines Rituals, das zweimal jährlich
zur Tag- und Nachtgleiche stattfindet und vom Stammesmagier zu Ehren und zum
Ausdruck der Macht der Flußgötter zelebriert wird. Der Magier Nana
Owaku führt die Zeremonie aus, um damit Überschwemmungen und anderes
durch Naturgewalten drohende Unheil von seinem Stamm abzuhalten. Nana Owaku
selber deutet die Levitation als Zeichen des spirituellen Wirkens seiner
Schutzwesen. Das Phänomen demonstriere gleichzeitig die ihm durch diese
Wesen verliehene Kraft, womit er sich zum Beschützer seiner Gläubigen
qualifiziere.
Höhepunkt des Rituals ist die Levitation von Nana
Owaku, der dabei etwa fünf Minuten lang leicht schwankend und langsam auf-
und niederpendelnd in der Luft schwebt.
Während der Dauer dieses
Teiles der Zeremonie scheinen die Gesetze der Schwerkraft für Nana Owaku
nicht zu existieren. Die Levitation vollzieht sich in einem magischen Kreis, den
niemand außer dem Magier selbst betreten darf. Der Kreis ist markiert
durch ein völlig rauchloses Feuer, das von jungen Männern des Stammes
entzündet wird, wobei trockene Palmenblätter verbrennen. Das Ritual
ist begleitet vom monotonen Rhythmus dumpfer Trommelklänge, aber sonst ist
alles völlig ruhig. Nach Beendigung des Phänomens bricht der Magier
erschöpft am Boden zusammen.
Es hatte Olsen viele Mühen und
Zeit gekostet, sich mit den sehr scheuen Eingeborenen dieses Stammes
anzufreunden; alleine das Aufspüren des Magiers war sehr schwierig gewesen.
Am Rande erfuhr man, daß dieser Volksstamm demnächst
zwangsumgesiedelt werden soll, weil westliche Interessengruppen hier Pläne
zu verwirklichen gedenken, die dem vielgepriesenen Fortschritt dienen sollen.
Die Bewohner der Gegend sind allerdings nur daran interessiert, sich wenigstens
noch für einige wenige Jahre ihrer paradiesischen Ruhe und Abgeschiedenheit
zu erfreuen. Nach Olsens eigenen Worten soll sein Film informative Unterhaltung
bieten und "die Bestätigung der Hoffnung und des Glaubens vieler
Menschen, daß es noch Geheimnisse des Lebens gibt, deren Erforschung sich
lohnt und die ein weiterer Beweis dafür sind, daß die menschliche
Seele ihre Auflösung in ein absolutes Nichts nicht zu befürchten
braucht".
(wz) Nun denn - prinzipiell scheint es so zu sein, dass Ereignisse wie etwa Levitation' oder Ausserkörperlichkeit' kaum jemals über das Stadium der Effekthascherei herauskommen, wenn sie nicht weltbilderweiternd' eingebunden werden.
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©Mata Kay
©Werner
Zurfluh